Bericht über die Veranstaltung „Energiewende und Energiesparen im Dorf“ in Heßdorf

20. Januar 2014

Auf viel Interesse stieß die Veranstaltung „Energiewende und Energiesparen im Dorf“, zu dem die SPD Heßdorf eingeladen hatte. Als sehr sachkundige Referenten erwiesen sich Johannes Karl aus Bubenreuth, Vorsitzender vom Arbeitskreis Energiewende in Bubenreuth, außerdem im Aufsichtsrat vom EWERG – Bürgergenossenschaft Energiewende Erlangen und Erlangen-Höchstadt, als auch Peter Weierich, Vorstand der EWERG und Christian Pech, Gründungsmitglied der EWERG und SPD-Landratskandidat.

Pech erläuterte zunächst die Chancen und Notwendigkeiten einer Energiewende, mit deutlichem Schwerpunkt einer dezentralen Energiewende. Erläuterungen zu der fragwürdigen und juristisch nicht einwandfreien Kehrtwende von Horst Seehofer in Sachen Windräder, zu Strompreiserhöhungen und zu von ihm angedachten „Kreiswerken“ – abgeleitet von den üblichen Stadtwerken in den großen Städten – fanden große Aufmerksamkeit . Insbesondere die Planung von Kreiswerken, die die Abhängigkeit der Kommunen von den übermächtigen Stromkonzernen unterbrechen könnten, überzeugte die Zuhörer.

Johannes Karl, der „Energieumdenker“ – wie er sich selbst bezeichnet - berichtete über die regelmäßigen Sitzungen der verschiedenen Gruppen des Arbeitskreises Energiewende in Bubenreuth mit vielen positiven Ergebnissen in der Kommune, auch übertragbar auf eine Gemeinde wie Heßdorf, meinte er. Seine grundsätzlichen und auch praktischen Hinweise zum Energiesparen für jeden einzelnen Haushalt fanden große Aufmerksamkeit und auch viele Nachfragen.

Auch der engagierte und lebhafte Vortrag von Peter Weierich über die EWERG, die mit in Erlangen und im Landkreis seit zwei Jahren in alternative Energieprojekte investiert, stieß auf interessierte Resonanz. Das Konzept orientiert sich an der Genossenschaftsidee wie bei den Raiffeisenbanken, bei denen Bürgerinnen und Bürger, Organisationen und Verbände Anteilseigner werden können, um sich an den Projekten in der Region finanziell zu beteiligen.

Seine Forderungen an die Politik waren z.B., dass der Ausbau der Erneuerbaren Energien durch eine Energiewende in Bürgerhand konsequent fortgesetzt wird. Die aktuelle Abstandsregelung für Windkraftanlagen muss bestehen bleiben. Die Entwicklung von Energiespeichern sowie deren Ausbau muss massiv vorangetrieben werden. Die Netze müssen für eine dezentrale Energiewende ertüchtigt werden. Die EEG-Umlage muss gleichmäßig auf alle Stromkunden umgelegt werden. Und Energieeinsparmaßnahmen müssen stärker gefördert werden.

Mit einer lebhaften Diskussion mit den Zuhörern wurde der Abend beendet.

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