Internationaler Frauentag

09. März 2025

Hochkarätige Veranstaltung im E-Werk Erlangen

Ganz schön was aufgefahren am Sonntag im E-Werk anlässlich des Weltfrauentages: neben saalfüllenden Interessent*innen und zahlreicher Prominenz war zur Umrahmung die Pocket Opera Company aus Nürnberg zu Gast. In der Pocket/Tasche ein Operncocktail vom feinsten, als „Sax on the beach“ musikalisch zusammengerührt vom Dirigenten des Saxophonquartetts Heinz Killer, in Szene gesetzt von einem imposanten Gesangsduo in Gestalt von Opernsängerin Gertrud Demmler-Schwab und Gesangspädagoge Robert Eller. Damit hat sich Martina Stamm-Fibich einen lang gehegten Wunsch für ihre „Abschiedsvorstellung“ erfüllt. Nach der launigen aber pointierten Begrüßung durch Felicitas Traub-Eichhorn hörten wir von der scheidenden Bundestagsabgeordneten eine äußerst engagierte Rede zur Bedeutung und Notwendigkeit des Frauentags als kleinen Beitrag zur Frauensolidarität. Mit immer mehr interessierten Männern an dieser Veranstaltung ist das hier wohl ein guter Weg, insgesamt aber noch lange nicht. Das zeigt der Rückgang des Frauenanteils im neuen Bundestag um 2,4% auf 32,4%, auch weil Parteien wie CSU und FDP nicht auf verbindliche sondern freiwillige Frauenquote setzen. Es sind aber auch frauenfeindliche Parteistrukturen, bedingt durch männliche Organisationsformen. Auch wenn sich in der Rolle der Väter schon einiges geändert hat, müssen Frauen härter arbeiten, um die gleichen Möglichkeiten wie Männer zu bekommen. Das gilt auch in der Kommunalpolitik, in der familiäre Verpflichtungen ebenso eher oft hinderlich sind. Damit Frauen insgesamt besser wahr- und ernstgenommen werden, sollten alle auf unterschiedlichen Ebenen vernetzt sein. So kann mehr Sachlichkeit, Kooperation, Effizienz und weniger bürokratischer Aufwand die ohnehin knappe Zeit z.B. eines kommunalpolitischen Engagements positiv beeinflussen. Landesvorsitzende Ronja Endres nannte es in ihrem Statement für „Lust auf Politik“ besonders schwierig, wenn man dann auch noch mit schlechten Wahlergebnissen abgestraft wird. Aus ihren persönlichen Berufs- und Parteierfahrungen berichtete sie, wie der Umgang mit Frauen stattfindet: als Frau von, als Mitarbeiterin, als Assistentin aber nicht in der tatsächlichen Funktion. Man muss Frauen eben dort und in der Politik sehen und darf sie nicht aufs Frau sein reduzieren. Jede sollte mit Selbstbewusstsein an ihre Arbeit gehen, denn Angst und Verzweiflung führen zu Hass und Hetze. Fast im gleichen Atemzug meinte sie: „Loben wir die Männer, die es wirklich gut meinen und schauen, dass wir in Zukunft auch Frauen haben an hohen Stellen, oder die sagen können, mich hat ’ne Frau dahin gebracht, wo ich gerade bin. Und dann werden wir gemeinsam große Lust und Spaß entwickeln an dieser Politik“. Eine großartige, sehr gelungene Veranstaltung der Erlanger SPD.

Teilen